these: jeder Mensch denkt, man selbst hat recht. [metatheologie]
nun,
Man muss sich zurecht finden in der Welt.
ich selber habe festgestellt,
dass ich tief im Inern davon überzeugt bin,
dass ich eigentlich recht habe.
Bzw. dass ich "aufm richtigen Dampfer bin".
Aber:
macht das nicht jeder so?
und dann ärgert man sich,
wenn sich herausstellt, dass man bei irgendwas konkretem falsch liegt.
Aber:
dann ändert man seine Einstellung nicht 180 Grad,
sondern man korrigiert die eigenen Einstellungen und "übernimmt, was gut ist".
Und wieder hat man sowieso recht..
schwierig.
Irgendwann - früher oder später - kommt man zu der Einsicht,
dass man ganz eigentlich nur in den seltensten Fällen recht hat.
(?!?obwohl man immer noch glaubt, man hat eigentlich recht..?!?)
..irgendwann später glaubt man:
"ich liege auf jeden fall richtig mit der behauptung, 'ich habe meistens/immer nicht_recht/nur_fast_recht"."
und dann kommen Zweifel.. "wenn ich sage, ich habe recht damit, dass ich nicht recht habe ... habe ich damit nicht schon wieder 'ich hab recht!'?"
oder wie Sokrates (oder wars ein anderer?) sagte: "ich weiß, dass ich nichts weiß."
Ein scheinbar simpler Satz.
Doch ein ziemlich verzwicktes logisches Paradoxon.
(so wie der Satz "ich lüge immer.")
kann ich es wirklich annehmen, dass ich unrecht habe?
oder muss ich in irgend einem punkt doch immer recht haben (ud wenn es nur der Punkt "ich hab unrecht" ist..)?
..waaahh.. verwirrend..
..ich bin ein Wurm..
(so ähnlich sagt das auch irgend ein Psalmschreiber.. zu faul, die entsprechende Bibelstelle zu suchen..)



2 Comments:
Ich denke, Wahrheit ist das individuell notwendige Konzepte der Annahmen ueber die Welt, die wir/ich als "tatsaechlich so" akzeptieren ... Wahrscheinlich geht es gar nicth anders als bestimmte Aspekte mit "da hab ich Recht" zu deklarieren um eine halbwegs tragfaehige Basis fuer mein taegliches Denken und Abwaegen zu haben... Wenn ich (was ich als oller Skeptiker haeufig genug mache) mich immer sofort darauf festlegen wuerde, dass ich Unrecht haben ... ohje, dann wuerd ich wahrscheinlich kaum mehr aus de Bett kommen. Nichtsdestotrotz bin ich aber der Meinung, dass man diesen "Wahrheits-Rahmen" haben kann und trotzdem sich selbst gegenueber genuegend kritisch sein um zu fragen "naja, was denken denn die anderen und vielleicht ist an deren Sicht ja auch was dran"
ja, es war sokrates. also platon in der "apologie des sokrates". der zusammenhang ist, dass er meint, denen etwas vorauszuhaben, die meinen, dass sie etwas wüssten, aber doch nix kapiert haben.
da ist sokrates ein stück weiter. er weiss wenigstens, dass er nichts weiss und ist den anderen damit ein stück in der erkenntnis voraus.
überhaupt ein ziemlich gutes buch die apologie. platons bestes, möchte ich mal behaupten. bin aber auch kein experte und es ist jahre her, dass ich platon gelesen habe, vielleicht so 15 jahre - bin ich alt, oder was?
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